Fühlen Sie sich schnell müde und zunehmend leistungsgemindert? Wird Ihnen häufig gesagt, wie blass Sie doch aussehen? Dies kann auf einen Eisenmangel hinweisen.

Weltweit leiden laut WHO über 2 Milliarden Menschen an einem Eisenmangel. Dies ist somit die häufigste Mangelerkrankung des Menschen und die häufigste Ursache für Blutarmut (Anämie). Die Folge zeigt sich in Form unspezifischer sowie spezifischer Symptome, beispielsweise: Schnelle Erschöpfung, blasse Haut und Schleimhäute, Haarausfall, Herzrasen, Nagelbrüchigkeit, Schlafstörungen, depressive Verstimmung, rissige Schleimhaut und Mundwinkel. Das Ganze kann bis hin zur sogenannten Eisenmangelanämie (Blutarmut aufgrund fehlenden Eisens) gehen.

Die weltweiten Hauptursachen für Eisenmangel sind die Mangelernährung und die Menstruationsblutung. Ein besonders hohes Risiko tragen deshalb Frauen im gebärfähigen Alter. Sie aufgrund ihrer Monatsblutung einen erhöhten Verlust an Eisen haben. Auch Kleinkinder und Säuglinge tragen ein erhöhtes Risiko durch einen erhöhten Eisenbedarf.

Warum brauche ich Eisen?

Ein Eisenmangel ist keine akute Erkrankung und der Körper kann ihn im Frühstadium aufgrund bestehender Reserven meist noch ausgleichen. Dennoch ist dieses lebensnotwendige Spurenelement essenziell für den Körper. Die Hauptaufgabe des Eisens ist der Transport von Sauerstoff durch die roten Blutkörperchen (Erythrozyten). Bei der Produktion der roten Blutkörperchen wird das Eisen in den roten Blutfarbstoff Hämoglobin eingebaut, sodass sich Sauerstoff anheften und zum Zielort transportiert werden kann. Liegt ein Eisenmangel vor, so produziert der Körper dementsprechend weniger Hämoglobin und weniger Blutkörperchen. Daraus resultiert das Krankheitsbild der Blutarmut, auch Anämie genannt. Muskelzellen und Gehirnzellen eines Menschen benötigen aufgrund des großen Sauerstoffbedarfs ebenfalls Eisen. Fehlt dieser, zeigt sich eine Erschöpfungssymptomatik

Eisen ist nicht gleich Eisen!

In der Natur gibt es 2 verschiedene Eisensorten, sowohl ein zweiwertiges (Fe 2+), als auch ein dreiwertiges (Fe 3+). Eine Aufnahme erfolgt ausschließlich in Form von zweiwertigem Eisen, da das dreiwertige Eisen schwer lösliche Komplexe bildet und nicht resorbiert werden kann. Die gleichzeitige Einnahme von Vitamin C verbessert die Aufnahme von Eisen in den Körper. Im Gegensatz dazu erschweren Kaffee, Milch, Schwarztee und Weissmehlprodukte die Eisenaufnahme über den Darm.
Liegt im Körper ein Eisenmangel vor, kann die Aufnahme auf 20-30% des in der Nahrung enthaltene Eisen gesteigert werden. Im Normalfall liegt dieser bei 5-10%. Leider ist es so, dass der Großteil des über die Nahrung aufgenommen Eisens aber wieder unverändert über den Stuhl ausgeschieden wird, da die Aufnahmefähigkeit des Darms eingeschränkt ist.
Eisen aus Fleisch und Milchprodukte kann 2-3 mal besser aufgenommen werden als aus pflanzlichen Nahrungsmitteln. Es sollte auf eine ausgewogene Ernährung geachtet werden, um einen Eisenmangel vorzubeugen.