Hanf ist eine Pflanzengattung innerhalb der Familie der Hanfgewächse. Hanf zählt zu den ältesten und vielseitigsten Nutzpflanzen der Erde. Die Hanfpflanze wächst äußerst schnell und kann mit guter Nährstoffversorgung bis zu 5 m Wuchshöhe erreichen. Ausserdem ist sie sehr robust und gilt als ein guter Bodenverbesserer, da ihre Wurzeln bis zu 1,5 m in den Boden gelangen. Die einzelnen Bestandteile der Pflanze (Fasern, Samen, Blätter, Blüten) werden oft unzutreffend ebenfalls als Hanf bezeichnet. Aus diesen Pflanzenteilen können jeweils sehr verschiedene Produkte hergestellt werden: Seile (aus den Fasern der Stängel), Speiseöl (aus den Samen), ätherisches Öl (aus destillierten Blättern und Blüten) sowie Haschisch und Marihuana (aus getrockneten Blättern, Blüten und Blütenständen). Neben seiner Rolle als wichtiger nachwachsender Rohstoff für Textilindustrie und Bauwirtschaft wird Hanf daher sowohl als Rauschmittel wie auch als Arzneimittel verwendet.

HANF

Hanf ist eine Pflanzengattung innerhalb der Familie der Hanfgewächse. Die Hanfpflanze zählt zu den ältesten Nutz- und Zierpflanzen der Erde.

CANNABIS

Cannabis ist das lateinische Wort für Hanf. Oft wird der Begriff Cannabis umfassend für Hanfpflanzen und THC-haltige Produkte der Pflanze genutzt.

MARIHUANA

Als Marihuana bezeichnet man die getrockneten Blüten der weiblichen Pflanze. An den Drüsenhaaren dieser Pflanze sitzt das Harz, in welchen hohe Konzentrationen von THC, CBD und anderen Cannabinoiden vorkommen.

HASCHISCH

Haschisch ist ein Extrakt aus Harz und Pflanzenteilen der weiblichen Hanfpflanze, welcher zu Platten und Blöcken gepresst wird.

Die Geschichte des Hanfs

8000 v. Chr.
Erste geschichtliche Hanffunde werden auf 8000 v. Chr. datiert. In China wurde Hanf (chin. „Ma“) bereits vor 10.000 Jahren genutzt.
5500 v. Chr.
Frühester Fund von Hanfsamen in Europa bei Tübingen (Deutschland).
2800 v. Chr.
Herstellung der ersten Seile der Welt aus Hanffasern in China.
2300 v. Chr.
Erste schriftliche Erwähnung von Hanf als Arzneimittel.
1000 v. Chr.
Aus dieser Zeit stammt das älteste erhaltene Hanftextil.
500 v. Chr.
Chinesische Bürger können mit Hanfstängel ihre Steuern bezahlen.
400 v. Chr.
Hanf breitet sich weltweit aus und findet immer mehr Anwendungsbereiche.
100 v. Chr.
Wird in China das erste Papier aus Hanf hergestellt.
800
Karl der Große verpflichtet Bauern per Gesetz zum Hanfanbau. Sämtliche Steuern dürfen mit Hanfsamen bezahlt werden.
1100
Die Naturforscherin und Heilerin, Hildegard von Bingen (1098-1179), lobt in ihren Schriften die Heilkraft der Hanfsamen bei Magenbeschwerden.
1776
Die amerikanische Unabhängigkeits-erklärung wird auf Hanfpapier geschrieben.
1873
Die ersten Levi´s Jeans werden aus Hanf hergestellt.
1900
Eine Hanf-Tinktur zählt in den Apotheken zu den beliebtesten und meistverkauften Arzneien.
1925
Die Anti-Marihuana Lobby wird unter der Führung von Harry Anslinger aktiv – Marihuana wird als gefährliche Droge eingestuft. Hanf wird verboten.
1941
Henry Ford präsentiert 1941 ein Auto mit einer hanffaserverstärkten Kunststoffkarosserie. Sie ist um das Zehnfache stoßfester als eine Stahlkarosserie.
1998
Unter strenger staatlicher Kontrolle dürfen Hanfsorten mit geringem THC-Gehalt wieder angebaut werden.

Inhaltsstoffe von Cannabis.

Wenn man das Wort „Cannabis“ hört, denkt man vermutlich zuerst an eine Pflanze mit berauschender Wirkung. Was viele jedoch nicht wissen – Cannabis wird in den letzten Jahren wieder vermehrt als Medizin eingesetzt. In Cannabis wurden bereits über 500 verschiedene Inhaltsstoffe nachgewiesen. Neben weit über 100 Cannabinoiden liefert die Pflanze auch wertvolle Vitamine, Proteine, Aminosäuren, ätherische Öle (Terpene), Flavonoide, Fettsäuren und viele andere positive Wirkstoffe. Das wohl bekannteste Cannabinoid ist THC (Delta-9-Tetrahydrocannabinol), bekannt für seine psychoaktive Wirkung. Liegt der Anteil eines Cannabis-Produktes unter dem gesetzlichen EU-Wert von 0,2% THC kann man es legal erwerben und konsumieren. In der Schweiz liegt dieser Grenzwert bein unter 1%. Neben THC gewinnt Cannabidiol (CBD) immer mehr an therapeutischer Bedeutung. Anders als THC verursacht CBD keinerlei psychedelische Wirkung. Immer mehr Studien belegen dazu äusserst positive Wirkungen.

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